Lisa Böhme
Ich liebe, was ich tue
Tiere sind für mich weit mehr als nur ein Beruf – sie sind meine Lebensaufgabe. Mein Weg begann in der klassischen Tiermedizin und entwickelte sich über die Jahre zu einer tiefgreifenden Reise durch die Tierpsychologie, den aktiven Tierschutz und das professionelle Training. Heute blicke ich auf eine fundierte medizinische Basis zurück, die ich in der Tierarztpraxis anwende. Doch um ein Tier wirklich zu verstehen, muss man auch seine Seele und sein Verhalten begreifen.
Da Theorie und Praxis für mich untrennbar zusammengehören, fließen meine Qualifikationen und die täglichen Erfahrungen mit meinen eigenen Hunden – meiner Hündin Maja und meinem Rüden Lexus – direkt in meine Arbeit bei „Vierpfotentraining & Tiersitting“ ein. Ein besonderes Herzensprojekt ist mein Engagement im Tierschutz: Als Mitbegründerin und 2. Vorsitzende des Vereins „NotFelle Zwickau e.V.“ trage ich Verantwortung in der Organisation und begleite Schützlinge ganz direkt auf ihrem Weg in ein neues Leben. Mein Ziel ist es, medizinische Expertise mit psychologischem Feingefühl zu verbinden, um das Team Mensch-Tier ganzheitlich zu unterstützen.
Leistungen im Überblick
Katzenpension in Lichtentanne
Fachkundige, liebevolle Betreuung in sicherem Umfeld mit medizinischem Background.
Verhaltensberatung & Psychologie
Ganzheitliche Analyse bei Problemen wie Unsauberkeit, Angst oder Aggression.
Hundetraining
Agility-Kurse, Trick-Training sowie Gruppentrainings.
Spezialisierte Zusammenführung
Professionelle Begleitung bei der Vergesellschaftung von Hund und Katze.
Tierschutz-Support
Fachkundige Kittenaufzucht („Flaschenkinder“), Resozialisierung ängstlicher NotFellchen, medizinische Notfallbetreuung und Weitervermittlung.
Tiermedizinische Expertise
- Ausbildung (2010–2013) als Tiermedizinische Fachangestellte in Wilkau-Haßlau
- seit 2013 TFA in der Tierarztpraxis Richartz (Zwickau).
- Spezialwissen in Anatomie, Physiologie, Notfallmedizin und der medizinischen Betreuung kranker oder verletzter Tiere.
Hundeverhaltensberatung
Wissenschaftliche Ausbildung in der Ethologie und Verhaltensberatung des Hundes unter der Anleitung renommierter Experten.
Ethologie & Biologie
Abstammung, Domestikation und Vergleiche zwischen Wolf und Hund (u.a. bei Dr. Erik Zimen und Joachim Leidhold).
Kommunikation & Sozialstruktur
Ausdrucksverhalten, Hund-Hund-Kommunikation und die Analyse von Hundebegegnungen (Gerrit Stephan, Dr. Erich Klinghammer).
Lernpsychologie
Vertiefte Kenntnisse in Lernverhalten, Gedächtnisbildung, Motivation und modernen Ausbildungsmethoden (Dr. Helmut Prior, Sabine Winkler).
Verhaltenstherapie
Stressmanagement, Angst- und Aggressionsverhalten (Intensivstudien bei Dr. Ute Blaschke-Berthold und Dr. Renate Jones).
Spezialisierungen
Welpenentwicklung, Mehrhundehaltung sowie Rassetypen (Maria Hense, Pia Gröning).
Verhaltensökologie & Ethogramm
Tiefer Einblick in die biologische Herkunft und das natürliche Sozialverhalten der Katze.
Haltungsmanagement
Analyse und Korrektur von haltungsbedingten Verhaltensstörungen (z.B. Unsauberkeit, Aggression oder Stereotypien).
Entwicklungspsychologie
Sexualverhalten, Fortpflanzung und die komplexe Dynamik zwischen Katze und Mensch.
Studium der Katzenpsychologie
Wissenschaftlich fundierte Verhaltensberatung für Katzen.
Die Brücke zwischen Psyche und Körper
Diese Spezialisierung bildet die Brücke zwischen Psyche und Körper (Psychosomatik):
Ganzheitliche Anamnese
Erstellung komplexer Störungsmodelle unter Berücksichtigung der Psyche-Körper-Achse.
Stressphysiologie
Analyse der Auswirkungen von chronischem Stress auf die körperliche Gesundheit und das Verhalten.
Verhaltensanalyse
Erkennen von Zusammenhängen zwischen klinischen Krankheitszeichen und emotionaler Befindlichkeit.
Qualitätsversprechen & Zulassung
Fortbildung
Um meinen Kunden stets die bestmögliche Unterstützung nach aktuellsten wissenschaftlichen Standards zu bieten, absolviere ich kontinuierlich regelmäßige Fortbildungen in den Bereichen Medizin, Verhalten und Training.
Behördliche Erlaubnis nach §11 TierSchG
- Sachkundenachweis gemäß §11 Abs. 1 Nr. 8 a) (Gewerbsmäßiges Halten von Wirbeltieren).
- Sachkundenachweis gemäß §11 Abs. 1 Nr. 8 f) (Gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden für Dritte sowie Anleitung der Tierhalter).
Meine Tiere
Kromfohrländer – Dansk/Svensk Gardhund – Mischling
geb.: 12.12.2010
Maja
Maja ist eine ganz tolle Hündin aus Bremen. Sie kam als 10 Wochen alter Welpe zu uns. Sie ist aufmerksam, intelligent und testet mich jede Woche aufs Neue. Sie ist genau der Typ Hund, der mich gefordert hat. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, mit Ruhe und Verständnis an die Hundeerziehung heranzugehen. Maja begleitet mich im Gruppentraining und ist ein Profi in Sachen Dog-Tricking. Momentan beherrscht sie an die 40 Hundetricks.
Sie ist geduldig mit Menschen und Katzen. Bei der Aufzucht von verwaisten Katzenkindern unterstützt sie mich super. Trotz intensivem Training mit Maja, darf sie bei uns trotzdem Hund sein.
Ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen und bin sehr glücklich ein Teil ihres Lebens zu sein!
Lexus
Wir haben Lexus 2017 von Tierschutzverein „Hands of Kalymnos“ adoptiert. Wir waren wieder vor Ort in Griechenland. Der Plan war, dass wir wieder einen Hund mit zu uns auf Pflegestelle nehmen, um ihn dann in sein endgültiges Zuhause zu vermitteln.
Wir wollten uns vor Ort einen Hund aussuchen, eigentlich suchten wir nach einer älteren Hündin, aber als wir Lexus gesehen haben, war die Entscheidung gefallen.
Er war so aufgeregt und dankbar, als wir ihn am Flughafen endlich abnehmen durften.
Zuhause vergingen die Wochen und Lust auf eine Vermittlung hatten wir diesmal gar nicht. Es war nicht wie bei unseren anderen Pflegehunden. Lexus hat einfach perfekt in unser Leben gepasst. Er ist in etwa das Gegenteil von Maja und das macht die beiden zu so einem super Team! Einfach wie Yin & Yang.
Etwas naiv, einfach zu begeistern und unendlich dankbar und verschmust. Und das macht Lexus einfach ganz besonders.
Wir freuen uns auf noch viele weitere Jahre mit ihm und wir sind so froh, dass sie dich damals gefunden haben!
Europäisch Kurzhaar
geb.: ca. 01.01.2009
Hilde
Die „liebevolle Irre“
Hilde wurde von Tierschützern 2012 in meine Ausbildungspraxis gebracht. Sie kam völlig abgemagert und krank, mit 2 von ihren Welpen, bei uns an. Sie saß auf Station in einer Box und hatte weder das Interesse an dem Kontakt mit Menschen, noch mit anderen Tieren. Um sie besser zu päppeln, nahm ich sie mit nach Hause. Nach der Kastration sollte sie in das Tierheim gehen. So war der Plan.
ABER: Seit diesem Tag lebt Hilde bei uns. Sie ist tagsüber viel draußen unterwegs, nachts macht sie es sich in unserer Wohnung gemütlich.
Wir werden von ihr nicht nur mit Mäusen gut versorgt, ab und zu ist auch mal ein Brot oder ein Steak (das sie wohl irgendwo geklaut hat) mit dabei. Das lautstarke Kommunizieren mit uns übt sie jeden Tag aufs Neue.
Sie beherrscht zwar nicht so viele Tricks wie Maja, aber „Sitz“, „Platz“, „Gib Pfötchen“ und „Kommen“ auf Zuruf klappen auch bei ihr prima.
Hilde hat eine seltene Erkrankung – Felines Hyperästhesie-Syndrom, eine Art Epilepsie. Seitdem wir sie mit Tabletten gut eingestellt haben, geht es ihr wieder richtig gut.
Gerade dieses, durch die Krankheit „veränderte“ Verhalten, hat mich dazu gebracht, mich noch intensiver mit der Katzenpsychologie auseinanderzusetzen. Nicht nur um ihr das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, sondern auch um den Alltag anderer Katzen zu verbessern.
So verrückt wie unsere Hilde auch manchmal ist, ich möchte sie nicht missen!
2023 haben wir den langen Kampf gegen ihre schlimmer Erkrankung verloren. Hilde, du fehlst uns!
Kalle
Er lebte an einer Schnellstraße in einem Abwasserrohr, seit mehr als 5 Tagen hing ihm ein ca. 5 cm langes Stück Darm aus dem Pops! Mehrere Tage stand die Katzenfalle erfolglos da. Er war scheu und wild und hatte kein Interesse, sich Menschen zu nähern. Nach fast 10 Stunden hat es eine gute Freundin geschafft, sie hat ihn eingefangen. Genau an dem Abend, bevor der Schnee kam. Danach zum Tierarzt geschafft und nun stand die Entscheidung: einschläfern oder versuchen? Allein die Tatsache, dass der Darm nach so einer langen Zeit noch nicht abgestorben war, war schon erstaunlich. Die Entscheidung fiel auf OP und er musste vorübergehend gepäppelt werden. Wir sagten zu, tauften ihn Kalle und nahmen ihn bei uns auf. Sein Zustand war katastrophal. Abgemagert bis auf die Knochen, völlig verwurmt und verfloht. Aber Kalle bemerkte die Menschen und fand sie toll… Er entdeckte das Schmusen für sich und wollte nichts anders mehr tun – naja, außer Fressen. Er verteilte fröhlich und munter überall Durchfall in unserem Bad, was nach so einer OP völlig normal ist. Es lief alles super – wir hatten bereits eine tolle Familie für ihn gefunden – dann hatte er wieder einen Darmvorfall. Was nun? Nochmal operieren? Ok, eine Chance bekommt er noch! Er überstand die OP super! Alles lief prima… Die ersten Tage wieder überall Durchfall… Aber ok, es geht ihm gut. Die Familie wollte ihn am Wochenende zu sich holen. 2 Tage vor dem ersehnten Zuhause… Darmvorfall! Dann steht man da, man beginnt zu weinen und fragt sich, ob es das alles wert ist!? Eine so junge Katze in so kurzer Zeit noch einmal operieren? Und was, wenn es wieder nicht hält! Wir hatten solche extremen Fälle auch noch nicht bei uns – in der Uni-Klinik angerufen… Aber die konnten uns auch nur sagen, dass wir es mit der OP-Methode versuchen können, für die wir uns schon entschieden hatten. Und das es nicht viele andere Möglichkeiten gibt. Ok! Eine Chance bekommt er noch – Bauch auf, fest nähen, Daumen drücken!!!
Die OP ist jetzt schon Monate her! Es geht ihm super. Wir haben ihn in unserer Familie aufgenommen, nur für den Fall, dass er nochmal eine letzte Chance braucht! Zum 5. Mal! Sicher hätte die neue Familie auch alles für ihn getan, aber wir können uns nicht mehr von ihm trennen! Ich kann Kalle nur raten, dass er mindestens 20 Jahre wird, um dass wieder gut zumachen und wenn Kalle nicht gerade auf meinen Beinen liegt und schnurrt, dann liegt er gerade auf meinem Gesicht und schnurrt! Danke an alle, die Kalle und mir geholfen haben. Manchmal ist es egal, wie viele Nerven es kostet – es lohnt sich zu kämpfen.
Kalle ist ein sehr aufgeweckter, verschmuster und intelligenter Kater. Er ist sehr sozial gegenüber Artgenossen und kümmert sich super um unsere Findelkinder.
